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Der chantische Jäger

Der chantische Jäger

Lábnyom (Hanti vadász)
XI. Bezirk (ÚJBUDA) Politik & Geschichte
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Auf einem grossen Stein steht ein Jäger in Kapuzenmantel und warmen Stiefeln, einen erlegten Hirsch um den Nacken gelegt. Er gehört zum Volk der Chanten aus Westsibirien. Ganz in der Nähe ragt der Turm des Ölkonzerns MOL auf.

Die Chanten leben am Ob in Westsibirien, traditionell von Jagd, Fischfang und Sammeln. Zusammen mit den Mansen sind sie die nächsten Sprachverwandten der Ungarn. In ihrer eigenen Sprache bedeutet «Chante» schlicht «Mensch». Viele sind heute orthodoxe Christen, verbinden den Glauben aber mit schamanischen Vorstellungen.

Das Werk trägt den Titel «Lábnyom», Fussabdruck, und erschien am Neujahrstag 2026, wenige Tage nach Kolodkos Weihnachtsfigur Piszkos Fred. Erklärt hat er es nicht. In seinem Video lässt er aber einen alten Schamanen sprechen: «Hier auf der Erde, unter dem Himmel, gehören wir zusammen. Der Chante im Wald kann nur glücklich sein, wenn es auch der Russe ist. Aber auch die Russen können nicht glücklich sein, wenn wir Chanten ihretwegen leiden.»

Viele lesen die Figur deshalb als Hinweis auf die Erdölförderung, die die Heimat der Chanten verändert hat, und die Nähe zum MOL-Turm als Teil der Botschaft. Der Jäger ist zudem etwa doppelt so gross wie Kolodkos übliche Miniaturen.

AdresseInfopark, Neumann János utca 3: auf einem grossen Stein im Grünstreifen neben dem Evosoft-Gebäude, nahe dem Budaer Brückenkopf der Rákóczi-Brücke.
GPS47.469740, 19.064030
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